22. April 2009 - Foerderung der Kommunalverwaltung - Entwicklungsplanung - Konsequente Anwendung der Reumordnungspolitik verbessert die Lebensqualitaet - Partizipative Raumplanung
Hintergrund: Der Deutsche Entwicklungsdienst DED unterstuetzt in Brasilien die Partnerorganisation CONDIAC (Consorcio de Desenvolvimento Intermunicipal do Alto Acre e Capixaba), einen aus fuenf Gemeinden zusammengesezten Kommunalverband, in verschiedenen Aspekten der Regionalplanung und –entwicklung. Im Vordergrund stehen die partizipative Erarbeitung und Umsetzung von Planungsinstrumenten auf verschiedenen Ebenen: 1. Die Lokale Agenda 21 dient der Verbesserung der Qualitaet und Nachhaltigkeit von Aktivitaeten und Projekten. 2. Die Lokale Raumordnung setzt das Wissen der Bevoelkerung in wert fuer eine effizientere Nutzung der Naturressourcen, im Sinne einer nachhaltigen lokalen Wirtschaftsentwicklung und im Sinne der Risikovorsorge. 3. Die Masterplaene ordnen die Raumnutzung urbaner Gebiete, regulieren das sichere Zusammenleben der Bevoelkerung und foerdern die nachhaltige Stadtentwicklung.
Lernerfahrung: Entscheidend fuer die erfolgreiche nachhaltige Raumplanung ist die Partizipation der lokalen Bevoelkerung in allen Prozessen. Die Partizipation kostet zwar Zeit und Geld. Sie sichert aber die Wuerdigung des traditionellen Wissens, der kulturellen Gewohnheiten und den Gebrauch wichtiger Mitspracherechte der Bevoelkerung im Rahmen der Planung.
Am Anfang der partizipativen Raumplanung sollten strategische Ueberlegungen, wie Wasser- und Energieversorgung, Draenagesysteme, Bodenproduktivitaet und -stabilitaet, Klimaschutz, Entsorgung von Abwasser und Abfall stehen. Die richtige Plazierung kann auf Dauer Geld sparen. Verkehrs- und Kommunikationsverbindung, Infrastruktur, Dienstleistungen, Wohn- und Produktionsflaechen sollten zugunsten der Sicherheit auf die natuerliche Standorteignung angepasst werden.
Fuer die Standortbeurteilung ist Fachwissen erforderlich, dessen Kosten sich die lokalen Entscheidungstraeger nicht sparen sollten, um nicht in Einzelfaellen nachtraeglich teuer bezahlen zu muessen. Schliesslich sollte die Planung langfristig und flexibel sein, um auf soziale und oekonomische Veraenderungen reagieren zu koennen.

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